VIECH – Heute Nacht nach Budapest

VIECH ist eine heimische Band, deren Entwicklung ich seit 2011 interessiert verfolge. Mit ihrem aktuellen dritten Album sind die Grazer Spuren des Band Co-Gründers Andreas Klinger, der nach Leipzig gezogen ist, völlig verweht und Paul Plut bringt seine Stimme konsequent ein und klingt so heiser, dass man sich Sorgen um seine Stimmbänder macht. Der Titelsong ist radiotauglich wie seinerzeit der „Steuermann“ und kommt ohne Brüllen aus, auch wenn sich der unverwechselbare Paul bald wie Tom Waits anhört.

Die Lyrics sind anspruchsvoll wie immer, „Ich wär so gern eine Straßenbahn, dann wärs OK im Kreis zu fahren“ und kommen aus der kollektiven Feder der Band. VIECH ist eine meiner Lieblingsbands,  denn ihre klugen Texte rocken sich in dem Herzschlag genehmen Beats durch die Tunes. „Im Sand“ ist beispielsweise so eine geniale Nummer, aber macht euch selbst ein (Hör-)Bild der Band, der auch Martina Stranger ihre Stimme leiht, seit sie in Wien sind. Ich freu mich jedesmal, wenn ich VIECH im Radio höre und hoffentlich auch wieder einmal LIVE treffe.

Paul Plut und Christoph Lederhilger bin ich zu Dank verpflichtet, dass ich ihre Musik in meinen Buchtrailern verwenden darf. „Ich hab viele Fehler gemacht“ (Heute Nacht nach Budapest) stellt beispielsweise die Neuauflage des Gangan Lit-Mag vor und hat schon einige meiner Leser zu VIECH-Fans gemacht.

Zusendungen

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Karlheinz Miklin & Jazz Orchester Steiermark – Next Page

alessa records
Graz 2017

Miklin Big Band
Next Page, 2017

Mit Big Band Sound hatte ich lange Zeit den Bert Kaempfert (1923–1980) meiner Eltern oder den Urvater Glenn Miller (1904–1940) im Ohr. Wer kennt nicht „In the Mood“ und ähnliche Tunes aus der Swing-Ära. Aber es gibt in Graz auch den Sigi Feigl, man erkennt ihn an seinem Kapperl, und der dirigiert mit seiner neuen Big Band zeitgenössische Arrangements. Wenn man das Jazz Orchester Steiermark nun mit der Miklin-Familie aus Kärnten mixt, kommt dabei eine äußerst ansprechende CD heraus.

next page
Next Page, 1991

Die nennt sich „Next Page“ (wie schon die Schallplatte aus dem Jahr 1991) und der Titel ist auch gleich programmatisch für das Album, denn die Arrangements des Argentiniers Michael Abene sind tatsächlich auf einer neuen Seite, so modern sind sie, so kraftvoll, wie es eben nur eine Bläsergruppe sein kann, mit dem vollen Klang eines 20-köpfigen Orchesters dahinter. In diesem Orchester spielen nur die Besten, Soli von Patrick Dunst (Saxophon), Mario Stuhlhofer (Trompete) und Reinhard Summerer (Posaune) allein sind schon genial. Nimmt man dann Kompositionen von Karlheinz Miklin (Sen.), über den nach vierzig Jahren des Bestehens seines Trios nichts mehr gesagt werden muss, bleibt ihnen weitgehend treu und lässt den Meister auch noch selbst spielen, ist der Hörgenuss garantiert. Für den Rhythmus zuständig sind Fabian Subancic (Piano), Thomas Wilding (Bass) und Klaus Fürstner (Schlagzeug). Wer sein (Vor-)urteil über Big Band Jazz revidieren möchte, dem sei dieses Album ans Herz gelegt.

PS.: Die Freundschaft zwischen Miklin und Feigl (einst sein Schüler) hat in der Folge noch zu einer weiteren Zusammenarbeit geführt, nämlich der Fusion von The Base Band mit der Big Band und den stimmgewaltigen Vocals von Norbert Wally. Und weil ich vorhin vom Familienbetrieb der Miklins gesprochen habe, Karlheinz Miklin (Jun.) bedient dort das Schlagzeug, was er sonst für The Base tut. Ein LIVE Album, aufgenommen in der Generalmusikdirektion, soll im Herbst erscheinen.

Café Drechsler – And Now…Boogie!

Universal Music
Vienna 2017

Es war während des Jazzfestivals Leibnitz. Mit dem Schlagzeuger Alex Deutsch sass ich zufällig eines frühen Morgens beim Frühstück am selben Tisch. Neben einer Facebook-Freundschaft ergab das daraus folgende Gespräch großes Interesse an dem neuen Album, das nach zehn Jahren schöpferischer Pause im Trio mit Oliver Steger (Bass) und Ulrich Drechsler (Saxophon) entstanden war: And Now…Boogie! und ich versprach, mir die CD gleich anzuhören und sie zu besprechen.

Das liegt nun schon gut ein halbes Jahr zurück, aber mein Versprechen wird immer gehalten und nun sollen Worte beschreiben, was ich mit großem Genuss in Leibnitz live erleben durfte. Vorweg die Geschichte, wie es zum Namen  des Trios kam – das Café Drechsler ist tatsächlich ein Wiener Kaffeehaus, jedoch nicht mit dem Saxophonisten gleichen Namens verwandt – aber das kann die Band auch selbst erzählen.

Ich war müde, es war wohl schon fast Mitternacht, aber dennoch wollte ich das Konzert im Marenzikeller nicht verpassen.  Und siehe da, die Müdigkeit wurde von der Musik weggeblasen, die Beine tanzten unentwegt und von irgendwoher flutete Dopamin in mein Hirn. Ich war gut gelaunt, tanzte in vorderster Reihe und ließ mich vom Tempo der drei Profis mitreissen. Ein akustisches Trio, auch wenn es in iTunes unter „Electronica“ gehandelt wird, habe ich noch nie so schnell spielen gehört. Bass und Schlagzeug bauen den Highway, auf dem das Tenorsaxophon fährt. Und wenn ich die Augen zumachte habe ich mich in einem offenen Mustang über diese Autobahn fahren sehen und mit jedem neuen Tune wechselt die vorbeiziehende Landschaft. Vielleicht sollte die CD eine Warnung tragen, nicht im Auto gespielt zu werden, wenn man Speeding Tickets vermeiden will. Genial. Dabei sind auch zwei Tunes mit Text drauf, auf Samptpfoten rezitiert Yasmo „Mir geht’s gut“ über Befindlichkeiten („Ich reich die Hand um zu zeigen, dass sie keine Waffe trägt“) am Tune „On Velvet Paws“ und ein RAP von FlowinImmO auf „Fake News“, der ins Politische geht und mit der rhetorischen Frage endet, „worüber lohnt es sich zu sprechen“.

Alex Deutsch habe ich in der GMD auch wieder gesehen, am Schagzeug für Harri Stojka. Wow, der Mann ist so energiegeladen, dass er sogar noch die Ladegeräte im Publikum betreiben könnte. Musik ist eben auch ein Energy Drink. Oder noch besser: Grundnahrungsmittel! Jedenfalls kein Boogie.

 

Swell / Ullmann / Lonberg-Holm / Zerang – Chicago Plan

Eyes Wide Shut

Nach dem ersten Stück im ersten Set war ich  etwas planlos. Die vier Musiker spielten zwar vom Blatt, aber jeder für sich mit geschlossenen Augen. Mon dieu, war das nun Freejazz, worauf ich mich hier unvorbereitet eingelassen hatte? Keine Spur, den Ohren der Zuhörer im Stockwerk Graz wurden Kompositionen geliefert, die klare Strukturen erkennen ließen, wenngleich diese auch ständig wechselten. Creative Jazz aus den United States war eben anders als europäischer oder australischer Jazz.

ChicagoPlan - 9

Aber es passte alles zusammen, was man sich an ungewöhnlichen Symbiosen nur vorstellen konnte. Angefangen bei der Instrumentierung. Ich hatte noch kein Chello (und Electronics) in einem Jazz Quartett gesehen. Aber was Fred Lonberg-Holm (55) mit seinem „geschrumpften Bass“ zupfte, strich, kratzte und quietschte, passte. Eine drei-saitige Gitarre, die ihm sein Vater gebastelt hatte brachte ihn zur Musik, wie er mir in der Pause erzählte. Und der Mojo, mit dem der in Chicago gebürtige Drummer Michael Zerang (auch er wird heuer 60) die Rhythmen sammelte, vorantrieb und wechselte, passte ebenso. Der Mann, dessen Haar wie Rapunzel bis zum Boden reicht, ist auch Komponist und spielte Schlagzeug mit zahlreichen Bands von kreativem Jazz über Weltmusik bis zu Rock und mehr, und es passte. Der 60-jährige Berliner Import Gebhard Ullmann, bestückt mit Tenorsaxofon und Bassklarinette noch der „normalste“ im Jazz Quartett, passte natürlich. Und Steve Swell aus Newark/New Jersey, der mit 64 Jahresringen älteste der vier, hielt die Augen ebenfalls geschlosssen, wenn er seinen Körper mit der Posaune bis zum Boden schwingen ließ, und auch das passte.

Variations on a Master Plan. Das macht Lust auf eine Reise nach Chicago, denn dort gibt es Creative Jazz vom feinsten, wie dieses Quartett. 2016 erschien Chicago Plan, ein selbst betiteltes Debütalbum bei Clean Feed. Davor hatte jeder der vier schon zahlreiche CDs in anderen Gruppierungen und Projekten aufgenommen. An diesem Abend war Chicago in Graz und hat die Zuhörer musikalisch bereichert, wofür Otmar Klammer zu danken ist. Die Stadt Chicago wird dennoch ein Reiseziel auf meiner Bucket-List bleiben.

Holler My Dear – Steady As She Goes

Traumton Records
Berlin 2018

Holler My Dear haben nun  nach drei Jahren ihr drittes Album im Orpheum Extra vorgestellt. Beim Launch ihrer zweiten CD Eat, Drink, and Be Merry in der „pangea musik lebt“ Reihe in der Postgarage waren sie mir aufgefallen. Ihre Musik  verweigerte Zuordnung  einer Schublade, also nahmen sie vier: Pop, Swing, Funk, Folk – ich hätte auch noch eine Prise Jazz hinzugefügt.

Steady As She Goes baut auf diese Fundamente, auch wenn der Titel eine ruhige Seefahrt suggeriert. Einen Titel zu wählen, der schon stark besetzt ist, etwa von Hot Tuna und den Raconteurs, ist mutig, abgesehen davon, dass keiner der 16 Tracks an einen Shanty erinnert und außer dem Titelsong und Memories und The Deep nichts mit dem Meer zu tun hat. Aber egal, man muss nicht alles verstehen.

Das Konzert hinterließ jedenfalls wieder eine sehr angenehme Hautsensation. Die sechs Musiker sind alle Perfektionisten, nicht nur am eigenen Instrument, sonder auch Reihum. Stephen Molchans (Trompete) war am Piano zu sehen, am Schlagzeug und sogar als Rapper. Apropos Rap: Laura Winkler, Spitzname „Laus“ hat auch gelegentlich eine schnellere Zunge, als ein Normalbürger zu denken vermag. Eine Herausforderung, will man mitsingen.

Übrigens hat sich Lucas Dietrich vom U-Bass  getrennt, spielt aber immer noch eine kleinere Version eines E-Bass. Ist auch praktischer zu transportieren und klingt besser. Na dann.

Mario Rom’s Interzone – Truth Is Simple To Consume

Laub Records
Vienna 2017

Mario Rom's Interzone CDDas Trio rund um den atemberaubend virtuosen Trompeter ist schon jetzt eine der erfolgreichsten Jazzbands, die das Land in den letzten Jahrzehnten hervorgebracht hat. Mittlerweile waren Mario Rom und die Seinen mit ihrer so unbekümmerten wie ungestümen Musik schon auf der halben Welt zugange. Gerade erst waren sie in Kanada, Marokko, Indien und in Admont, wo sie ihr neues – drittes – Album präsentiert haben.
Mit der surrealistisch witzigen, vierteiligen Online-Filmserie Everything Is Permitted, eingefangen zwischen Mexiko, New Orleans und Österreich, erregten Rom, Kranzelbinder und Pirker großes Aufsehen und haben damit schon vor ein paar Jahren ein kleines Stück europäische Musikgeschichte geschrieben. So etwas hatte man bislang noch nicht gesehen!

Das dritte Album

Nun kommen die drei bärtigen Herren mit den ausgeflippten Ideen zur Präsentation ihres dritten Albums ins Stockwerk zurück.
Ein seltener Beweis, dass sich hot und cool oder free und retro nicht ausschließen müssen. Sie räumen alle stilistischen Wegweiser zur Seite, swingen, grooven, dampfen, nehmen abrupt Tempo aus der Bewegung, sie spielen, wie es ihnen die Energie gerade gebietet.

MARIO ROM´S INTERZONE (A) sind Mario Rom – trumpet, Lukas Kranzelbinder – bass und Herbert Pirker – drums.

Otmar Klammer

Stereoface – Jaws

Album Release

Der Apfel fällt nicht weit vom Stamm, heisst es. Als ich Paul Pflegers neues Album Jaws auflegte, musste ich mich erst einmal vergewissern, dass ich die richtige Tonquelle gewählt hatte, so sehr überrascht war ich von der Musik seiner Band Stereoface. Was da aus den Lautsprechern kam, war feinster Rock, der aus den 70er/80er Jahren  hätte sein können. Nun ja, man muss wissen, Pauls Vater Ewald „Sunny“ Pfleger ist Gitarrist und Songschreiber bei OPUS. Ich habe beide einmal gemeinsam bei einem Benefizkonzert in der Grazer Oper auf der Bühne gesehen. Dass Paul die Plattensammlung seines Papas gehört und diese Songs sehr genau studiert haben muss, war, wie gesagt, eine Überraschung. Schließlich erwartet man vom Nachwuchs Hip-Hop, Techno oder sonst etwas elektronisches … eben alles, nur nicht Rockmusik mit „richtigen“ Instrumenten, wie sie noch von ihren Eltern gespielt wurden.

Mitbegründer Nino Kadletz, sowie Antonio Marghariti, Günther Paulitsch und Lukas Schneeberger sind die weiteren Bandmitglieder, die uns mit Jaws ein Album vorlegen, das zwar von der Musik der Altvorderen ausgeht, aber beim genauen Hineinhören sehr eigenständig mit den Instrumenten einer klassischen Gitarren-Rockband umgeht. Immerhin ist es das fünfte Album, das die Grazer Band in zehn Jahren produziert hat.

Graz rockt

Was in Baby Be My Valium unscharf an Black Sabbath erinnert, wird in You Bark I Bite und Superhuman Inhumanities ein bisschen zu Nirvana. Oder Oasis. Aber was soll’s, die Tunes auf Jaws sind doch einzigartig und You Ain’t Old Enough könnte sogar in die FM4 Charts passen.

Alle Titel auf dem Album werden von den durchgehend englischen Lyrics Paul Pflegers „gestimmt“ und entweder von einem groovigen Bass oder schnellen Drums getrieben, bis auf den etwas unruhigen Tune Sharks, der nicht Fisch nicht Fleisch zu sein scheint.

I Don’t Wanna Be Free hat einen Touch Metal, aber Sharksheep (I Don’t Wanna Know You Too) gönnt dem Album ein sanftes Ende. Alles in allem ist Jaws von 30+ bis 60+ durchaus  tanzbar, analog auf Vinyl zu haben, jedoch auch digital bestens geeignet, im Autoradio etwas lauter gehört zu werden.

The National – Sleep Well Beast

4AD records
Großbritannien

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Im Mai 2017 gab die Band bekannt, dass das neue Album Sleep Well Beast im September in die wirklichen und virtuellen Regale der Plattengeschäfte kommen würde. Das Album erschien tatsächlich am 8. September 2017 als das siebente der New Yorker Indieband und hat mich wiederum ganz tief berührt.

Um auszuholen: das erste Mal habe ich The National vor rund zehn Jahren als hierzulande noch weitgehend unbekannte Band auf den Grazer Kasematten gesehen, wo mich Matt Berninger fast umgerannt hätte, als er sich auf seinem Publikumsbad mit dem extra langen Mikrofonkabel einen Weg mitten durch die Zuhörer gebahnt hatte. Vojo Radkovic hatte diesen Gig als einen seiner letzten in Graz auf die Bühne gebracht. Sie tourten gerade ihr fünftes Album, High Violet, auf dem der wunderschön traurige Tune Runaway meinen seinerzeitigen Liebeskummer noch um eine Potenz verstärkte. Dann folgte ein steiler Aufstieg bis zum legendären Konzert vor dem Sydney Opera House im Sommer 2014. Warum ich die Band mag, liegt aber nicht nur im Privaten.

The National live am Grazer Schlossberg @ 2010 Gerald Ganglbauer

Matt besitzt eine unverwechselbare Stimme, einen Bariton, der zart und sanft und ab und an auch quer zum Rhythmus die Lyrics in die Musik einwebt. Er wirkt authentisch, weil er auf der Bühne unruhig hin und her jagt, als ob ihm die Zeilen gerade einfielen. Ja, und die Musik selbst ist auch der Band eigen, die vor allem durch die satten Drums des Schlagzeugers Bryan Devendorf geprägt wird. Apropos Besetzung: Bryans Bruder Scott Devendorf bedient Bass und Gitarren, und ein weiteres Bruderpaar, Aaron Dessner, Gitarre, Bass, Keyboards und Bryce Dessner, Gitarre und Keyboard, machen The National fast zu einem Familienbetrieb. Seit der Gründung 1999 ist die Band zu einem gut aufeinander eingespielten Klangkörper zusammengewachsen, kennen sie sich doch schon aus der Studienzeit in Cincinnati, Ohio, wo sie aufwuchsen und in verschiedenen Outfits zusammen gespielt hatten.

Vom nach dem Namen der Band getitelten Debütalbum, das 2001 erschienen ist, bis zu Sleep Well Beast spannt sich Geschichte, in der sich bei den Bandmitgliedern sichtlich so viel getan hat wie in meinem Leben, oder dem ihrer zahlreichen Fans. In High Violet (2010) zeichnete sich die Richtung mit Terrible Love bereits ab. Ihr vorletztes Album, Trouble Will Find Me (2013) zeugte mit dem melancholischen I Need My Girl von den Parallelen in unseren zwischenmenschlichen Beziehungen.

In der Neuerscheinung mit dem düsteren Cover lesen sich auch die Titel der Tracks wie das Protokoll einer Scheidung – dunkel, pessimistisch und endgültig – denn im Leben wie in Matts Liedern geht es um das Scheitern der Liebe: Nobody Else Will Be There, Day I Die bis hin zu I’ll Still Destroy You und Guilty Party sprechen für sich. Eine der Zeilen: Keinen von uns trifft eine Schuld, wir haben uns einfach nichts mehr zu sagen. Ich würde Matt liebend gerne kennenlernen und Erfahrungen austauschen. Mal sehen ob ich nach New York City komme, oder ihm irgendwo auf der Welttournee der Band begegne, sofern er mich nicht wieder überrennt. Tourdaten sind hier: americanmary.com